03.01.2003 - Drei Oberligisten wollen zaubern
Auch bei der dritten Auflage des Oelsnitzer Fußball-Hallenturniers, das am Samstag ab 14 Uhr in der neuen Sporthalle über die Bühne geht, haben die Organisatoren den am hochkarätigsten besetzten Budenzauber des Vogtlandes auf die Beine gestellt. "Immerhin kämpfen wieder drei Oberligisten und andere gutklassige Teams um den Pokal der Bad Brambacher Mineralquellen und 500 Euro Preisgeld. Eigentlich wären sogar vier Vereine aus der Oberliga angetreten, doch der SV Grimma, der nach einer Spende der Oelsnitzer für den hochwassergeschädigten Club spontan zugesagt hatte, muss zur selben Zeit bei einem Turnier seines Hauptsponsors ran und sagte daher die Reise ins Vogtland ab.
Pokalverteidiger FSV Zwickau, in den beiden letzten Jahren stets mit einer Mischung aus erster und zweiter Vertretung am Start, erscheint dafür laut FSV-Verwaltungsratschef Fritz Binder diesmal mit der kompletten Oberligatruppe. Der Macher hinter den Kulissen des FSV lobte die Oelsnitzer Veranstaltung erst kürzlich als eines der stimmungsvollsten Hallenturnier in Sachsen. Dass dies so bleibt, dafür sorgt sicherlich auch diesmal der zahlreiche und lautstarke Zwickauer Anhang, dessen Erscheinen das Fanprojekt der Westsachsen bereits ankündigte.
Mit dem FC Bayern Hof wird der härteste Turnierrivale der Trabantstädter erneut versuchen, den Titelverteidiger zu entthronen. Die Bayern um den Ex- Plauener Mario Brömßer boten zwar in den beiden ersten Turnieren jeweils den spielerisch besten Fußball, versagten aber immer in den entscheidenden Momenten vor dem Kasten des Kontrahenten.
Trotz eines Insolvenzantrages, erster Spielerwechsel und vieler anderer Probleme ist laut Coach Rigo Schmitt der zweite Auftritt des Oberligisten VfB Chemnitz beim Brambacher-Cup nicht gefährdet. Bei der Premiere im Vorjahr war die Truppe von der Beyerstraße allerdings die große Enttäuschung des Wettbewerbs. Trotz namhafter Akteure wie Laudeley oder König reichte es da nur zum vorletzten Rang. Da ist Wiedergutmachung oberstes Ziel der Chemnitzer.
Mit den beiden Bezirksligisten Reichenbacher FC und VfL Reinsdorf bereichern zwei neue Gesichter die noch kurze Turniergeschichte. Doch sowohl die Neuberinstädter als auch die Westsachsen um den früher in Zwickau und Aue aktiven Carsten Romanowsky sind für eine Überraschung gut. Eher ruhig angehen werden es wieder die am weitesten angereisten Teilnehmer von Fortuna Babelsberg. Für die vom ehemaligen Schkopauer Oberliga-Akteur Dieter Ceransky trainierten ,,kleinen Babelsberger steht beim Trip ins Vogtländische nicht nur der Sport, sondern auch der kulturelle Teil im Vordergrund. Trotz guter Ansätze blieb den Fortunen bei den beiden bisherigen Gastspielen im Brambacher Cup der Sprung ins Halbfinale verwehrt.
Die beiden Bezirsklasse-Truppen von Wacker Plauen und Merkur Oelsnitz besetzen auch diesmal wieder die Außenseiterrolle. Dass dies kein Nachteil sein muss, bewiesen die Gastgeber vor Jahresfrist, als man überraschend den Sprung ins Halbfinale schaffte und dort erst im Neunmeterschießen am späteren Sieger Zwickau scheiterte. Revanchieren können sich die Sperken gleich im Auftaktmatch des Turnieres. Da sind die Zwickauer erneut Gegner und werden alles versuchen, bei der für 19 Uhr geplanten Siegerehrung Cup und Prämie zum dritten Mal in Folge zu kassieren.
Staffel 1: SV Merkur 06 Oelsnitz, FSV Zwickau, VfB Chemnitz, Fortuna Babelsberg.
Staffel 2: FC Wacker Plauen, FC Bayern Hof, Reichenbacher FC, VfL Reinsdorf.
T. Gräf
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