Viertelfinale, Saison 2025/26: VfB Auerbach vs. FSV Zwickau 1:2

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Spielbericht

FSV zieht ins Halbfinale ein

Unser FSV ist ins Halbfinale des Wernesgrüner Sachsenpokals eingezogen. Beim VfB Auerbach konnte mit 2:1 (1:0) gewonnen werden. Die Zwickauer Treffer schossen Cemal Sezer und Veron Dobruna. Überschattet wurde die Partie von der schweren Verletzung von Maximilan Somnitz in der Nachspielzeit, verursacht durch ein rücksichtsloses Foul des Gegners. Viertelfinale im Sachsenpokal! Im mit Spannung erwarteten Duell ging es für unseren FSV zum Oberligisten VfB Auerbach. Trainer Rico änderte seine siegreiche Elf vom Hertha-Spiel auf vier Positionen. Ziemer, Somnitz, Eixler und Dobruna begannen für von Baer, Senkbeil, Jacobi und Breitenbücher.

In der Arena zur Vogtlandweide fanden in den letzten elf Tagen drei Heimspiele statt. Garniert mit den Schneeschauern der Nacht war bereits vor dem Spiel klar, dass es hier heute keinen Schönheitspreis zu vergeben gibt. Beide Mannschaften nahmen die äußeren Bedingungen an und gingen von Beginn an engagiert zu Werke. Möbius hatte mit einer gefährlichen Eingabe eine erste Möglichkeit (3.). Auf der anderen Seite zog Schardt aus 20 Metern ab. Hiemann lenkte den straffen Schuss gerade noch über den Kasten (6.). Der FSV bemühte sich um einen geordneten Spielaufbau und versuchte so das Auerbacher Bollwerk zu knacken. Ein schöner Spielzug über Martens und Dobruna leitete die nächste Chance ein, doch Schlosser parierte den Schuss von Eixler (15.). Ein paar Zeigerumdrehungen später war es wieder Eixler, der einen weiten Ball von Martens vorbei köpfte (20.). Als Eixler vor dem Strafraum gefoult wurde gab es einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. Sezer trat an und traf sehenswert zum 0:1 (29.). Kurz vor der Pause war der Ball ein weiteres Mal im Tor der Auerbacher, doch Sezer stand beim Zuspiel von Dobruna im Abseits (44.). Mit der knappen Führung ging es in die Kabine.

Auch nach dem Wiederanpfiff blieb es spannend. Nach einem Konter hatte Graf die Chance zum Ausgleich, doch Hiemann parierte (49.). In dieser Phase gelang dem FSV dann der so wichtige zweite Treffer. Eixler bediente Dobruna, der platziert ins linke untere Eck zum 0:2 traf (54.). Ein satter Schuss von Frohberg konnte dann auch von Hiemann über die Latte gelenkt werden (58.). Auerbach blieb am Drücker und konnte verkürzen. Kaiser brachte den Ball nach innen, wo Graf höher als Sengersdorf sprang und zum 1:2 einnickte (69.). Zwickau spielte weiter konzentriert und gab alles, den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. Der eingewechselte Prasse hatte die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch Schuster störte im letzten Moment (86.). In der Schlussphase wurde es dann so richtig chaotisch. Zunächst sah Fobassam nach einer Notbremse die rote Karte. Der anschließende Freistoß brachte zum Glück nichts ein (90.). Es wurden fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt und es folgten noch einmal drei Platzverweise. Zunächst sah FSV-Trainer Rico Schmitt die Ampelkarte, nachdem er sich über eine fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung aufregte und im Anschluss applaudierte (90.+5). Der Schiri pfiff immer noch nicht ab und das Unheil nahm seinen Lauf. Somnitz wurde an der Auslinie brutal und ohne Rücksicht von Schardt abgeräumt und konnte nicht weiter machen. Der Übeltäter sah nur die Ampelkarte, ebenso wie Dittrich nach einem Gerangel (90.+8). Da der FSV nicht mehr wechseln konnte musste nun mit nur 7 Feldspielern zu Ende gespielt werden. Letztendlich überstand der FSV auch zwei weitere Minuten und steht somit im Halbfinale. Dann geht es nach Riesa zur BSG Stahl.

Tore

0:1 Sezer (29.), 0:2 Dobruna (54.), 1:2 Graf (69.)

Aufstellungen

VfB Auerbach: (Trainer: S. Köhler)

Schlosser – Schmidt (63. Schneider) , Schardt, Birkner, Guzlajevs – Roscher (63. Spranger) , Weigel, Frohberg, Kaiser – Kadric (63. Cermus), Graf

FSV Zwickau: (Trainer: R. Schmitt)

Hiemann – Fobassam, Ziemer, Somnitz, Sengersdorf – Startsev (62. Jacobi) – Martens (85. Prasse), Eixler – Möbius (73. Senkbeil), Sezer (62. Zimmermann), Dobruna (73. Dittrich)

Besondere Vorkommnisse

Rote Karte für Fobassam (88.) wegen einer Notbremse

Gelb-Rote Karten für Rico Schmitt (90.+5) wegen Reklamieren, Dittrich (90.+8) nach einer Rangelei und Schardt (90.+8) nach groben Foulspiel

Schiedsrichter

Tim Haubenschild (Pegau)

Zuschauer

3.000 - darunter 2.000 Gäste

Spielort

Arena zur Vogtlandweide, Auerbach

Stimmen zum Spiel

Robin Lenk (Sportdirektor FSV Zwickau): „Beim Stand von 2:0 verpassen wir das dritte Tor und kriegen dann eine total blinde Gelb-Rote Karte. Das darf einem Spieler wie Oliver Fobassam nicht passieren. Da muss ich den Ball anders klären. Das bringt das ganze Spiel nochmal ins Wanken. Der Schiri hat in den letzten zehn Minuten schlichtweg die Orientierung verloren und wir am Ende drei Spieler und den Trainer. Wir sind alle bestürzt über diese schwere Verletzung und können uns im Moment gar nicht so recht über den Sieg gegen Auerbach freuen. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei Max! Absolut bitter! An und für sich war es bis dahin ein absolut faires Spiel, in dem es für beide Teams um extrem viel ging.“

Sven Köhler (Trainer VfB Auerbach): „Wir sind enttäuscht, weil wir mit der Überzeugung ins Spiel gegangen sind, dass wir eine Überraschung schaffen können. In der ersten Halbzeit haben wir unsere Offensivaktionen nicht so wie gewohnt zu Ende gespielt, aber auch nicht viel zugelassen. In der zweiten Halbzeit war es dann ein richtiger Pokalfight, in dem es hoch und runter ging. Man muss ja ehrlich sein. Wenn du gegen einen Gegner, der eine Klasse höher spielt, 0:2 hinten liegst, bist du eigentlich tot. Es war stark, wie die Mannschaft zurückgekommen ist. So wurde es dann noch das enge Spiel, wie wir es uns gewünscht hatten. Pascal ist keiner, der einen Spieler bewusst verletzt. Das ist nicht seine Art, Fußball zu spielen. Ich hatte durch eine bewusste Verletzung eine tote Karriere. Die war im Prinzip mit 18 vorbei, weil mir ein Spieler bewusst aufs Knie getreten ist. Deshalb stelle ich meine Mannschaft immer so ein, dass wir Respekt vor dem Gegner haben.

Rico Schmitt (Trainer FSV Zwickau): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir diese schwere Hürde genommen haben. Es überwiegen aber die Verletzung und die Platzverweise. Bis zu dieser unschönen Szene ist alles fair geblieben, da war es ein Fußballfest – und zum Schluss ein Kampf. Danach ist das Ganze aber ausgeartet. Da muss ich den Schiri mit in die Verantwortung nehmen, denn er hat mit den Karten überzogen. Er müsste ein schlechtes Gewissen haben. Max ist ein sehr ambitionierter junger Spieler, der eine tolle Entwicklung genommen hat. Und dann wird er hier in der 96. oder 97. Minute ausgebremst. Die Gelb-Rote Karte gegen mich war blind von mir.“

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