Halbfinale, Sachsenpokal 2001/2002: VfB Leipzig vs. FSV Zwickau 1:2

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Spielbericht

Was unterscheidet den FSV Zwickau vom FC Bayern München? Der FSV ist weiter!!!

Erst mal wurden die Karten knapp. "Wieviel kommen denn da noch?", jammerte die junge Frau in der Kassenbruchbude vorm Gästeblock des Plachestadions. Mit dem Andrang der gut 300 Gästefans hatte man offensichtlich nicht gerechnet. Trotzdem blieb die Security am Einlaß überraschend freundlich. Nach der sinnlosen Abtasterei, die üblichen pyrotechnischen Erzeugnisse kamen mit Einbruch der Dunkelheit dann doch wieder zum Einsatz, wurde einem sogar ein angenehmer Besuch gewünscht. Aber der wurde es dann ja auch. Gegen den Lieblingsgegner des FSV lief das Match von Anfang an wie geschmiert. Sadlo vergab zwar eine erste Chance für die Platzherren (2., aus 5m), aber das sollte es für die erste Hälfte dann auch schon für den VfB gewesen sein. Fortan kontrollierten die Gäste das Geschehen. Von Gumprecht und Shubitidse gelenkt, insgesamt erstaunlich ballsicher, drückten die Zwickauer dem Spiel den Stempel auf. Die Leipziger dagegen erschreckend schwach, ohne Mumm in den Zweikämpfen. Gumprecht hielt in der 12. Minute aus 20 Metern knapp daneben, bevor die verdiente Führung für den FSV fällig war. Derselbe Spieler startet mustergültig in den Raum, der ansonsten leider als einziger Zwickauer auffällig schwach agierende Schmidt spielt den tödlichen Paß, Gumprecht bedient den freistehenden Shubitidse, welcher keine Mühe hat. Wie im Trainingsspiel! Danach begingen die Rot-Weißen den Fehler sich auf den Lorbeeren auszuruhen, anstatt den VfB sturmreif zu schießen. Dieser rappelte sich am Ende der ersten Hälfte ein wenig, ohne irgendetwas Zwingendes zustande zu bringen. Das änderte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nun wurde Mewes im Zwickauer Tor plötzlich gut beschäftigt (48. Schuß aus 18m, 58. aus 25m). Allerdings zeigte sich die FSV-Abwehr ansonsten sehr sattelfest. Darüber hinaus überraschten die Gäste mit einer guten Kontertaktik. Ging der erste Versuch fast nach hinten los (60.), gestaltete sich der zweite perfekt. Einen Befreiungschlag bringt Sebastian Arzt an der Mittellinie gut unter Kontrolle, bedient den mitgelaufenen Shubitidse mustergültig, der Gott sei Dank nicht lange fackelt. Danach waren die Messen so gut wie gelesen. Arzt scheiterte freistehend für den FSV (68.), wiederum nach einem Konter. Die Gastgeber blieben zwar weiterhin bemüht, vom Schlag des 0:2 erholten sie sich nie gänzlich. Da Mewes endlich wieder mal einen richtig guten Tag erwischt hatte (72., 85.) gelang dem VfB der Anschlußtreffer viel zu spät, um den Erfolg des FSV Zwickau noch zu gefährden. Arzt hätte überdies in der 87. Minute nach einem Konter den Sack zubinden können. Am Ende feierten Mannschaft und Fans des FSV einen verdienten Sieg in einem interessanten Spiel, welches mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. (www.fsv-zwickau.net)

Aufstellungen

VfB Leipzig: (Trainer)

Grundmann - Brestrich (45. Petzold) - Görke, Schmidt - Räbsch, Lenz, Ferl, Großmann - Gunkel, Embingou (75. M. Weiß), Sadlo (75. H.-J. Weiß)

FSV Zwickau: (Trainer: K. Weise)

Mewes – Krauß – Kramer, Findeisen – Gumprecht, Köcher., Düring, Shubitidze, Gerloff – Arzt, Schmidt (88. Vogel)

Tore

0:1 Shubitidze (15.), 0:2 Shubitidze (64.), 1:2 Räbsch (90.)

Schiedsrichter

Rehmert (Reichenbach)

Zuschauer

1.117 - darunter 300 Gäste

Spielort

Bruno-Plache-Stadion, Leipzig


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