Finale, Saison 2025/26: FSV Zwickau vs. FC Erzgebirge Aue 0:2
Spielbericht
FSV verliert Pokalfinale
Es hat nicht sollen sein. Unser FSV Zwickau hat das Sachsenpokalfinale gegen den FC Erzgebirge Aue mit 0:2 (0:1) verloren. Trotz großem Kampf reichte es am Ende gegen abgezockte Gäste nicht zum Pokalsieg. Finale im Sachsenpokal in der GGZ Arena! Unser FSV Zwickau traf auf den ewigen Rivalen vom FC Erzgebirge Aue. Trainer Rico Schmitt veränderte im Vergleich zur Vorwoche seine Startelf auf zwei Positionen. Für Josua von Baer und Marc-Philipp Zimmermann begannen Sandro Sengersdorf und Veron Dobruna. Der FSV kam richtig gut in die Partie und hatte gleich mal zwei Ecken. Mit viel Leidenschaft suchte Zwickau den Weg nach vorne. Dobruna mit einer starken Eingabe, die Prasse am langen Pfosten per Volley nahm. Der Ball ging knapp rechts vorbei (10.). Wenig später dann auch die ersten gefährlichen Aktionen der Gäste. Nach einer Ecke kam die Kugel zu Majetschak. Hiemann klärte mit einer starken Parade (13.). In dieser Phase kam Zwickau nicht mehr aus dem eigenen Strafraum raus und hatte alle Hände voll zu tun die Null zu halten. So klärte Startsev in höchster Not vor Malone (17.). Nach einem Freistoß von Haubner kam Eixler zum Kopfball, der war kein Problem für Männel (19.). Eine Eingabe von Eixler kam zu Dobruna, doch der war zu schnell für den Ball (20.). Danach war die Partie ausgeglichen, just in dieser Phase schlugen die Gäste eiskalt zu. Simnica spielte Collins frei. Der schüttelte Prasse ab und überlupfte Hiemann zum 0:1 (31.). Der Gegentreffer musste natürlich erst einmal verdaut werden. Aue hätte kurz vor der Pause sogar erhöhen können, doch Ziemer klärte auf der Linie gegen Bär (45.+2). Nach dem Wechsel versuchte der FSV schnell den Ausgleich zu erzielen. Dobruna trieb bei einem Konter den Ball nach vorne, doch Eixler war bei seinem Abschluss zu ungenau (51.). Die Gäste standen immer tiefer und überließen Zwickau die Spielkontrolle. Albert spielte schön auf Prasse, dessen Abschluss wurde geblockt (57.). Die rot-weiße Mannschaft schaffte es in dieser Phase leider nicht das Bollwerk zu knacken. Aue lauerte auf Konter. So versuchte es der eingewechselte Ehlers aus der Distanz, schoss aber drüber (71.). Rico Schmitt brachte dann Zimmermann für die Schlussoffensive. Der ebenfalls eingewechselte Martens dann auch gleich mit einer feinen Flanke auf Zimbo, der aber unter Bedrängnis drüber köpfte (84.). Die dickste Chance zum Ausgleich hatte dann Martens mit einem Freistoß. Der weit getretene Ball landete aber am Gebälk (88.). In der Nachspielzeit machte Bär dann mit einem Kopfball zum 0:2 den Deckel drauf (90.+3). Unsere Jungs haben heute alles gegeben, am Ende sollte es nicht sein. Uns bleibt also nichts anderes übrig als nächste Saison einen neuen Anlauf zu starten.
Tore
0:1 Collins (31.), 0:2 Bär (90.+2)
Aufstellungen
FSV Zwickau: (Trainer: R. Schmitt)
Hiemann – Senkbeil (77. Zimmermann), Ziemer, Fobassam, Sengersdorf – Startsev – Haubner, Eixler (54. Sezer) – Prasse (66. Martens), Albert (66. Möbius), Dobruna (86. Breitenbücher)
FC Erzgebirge Aue: (Trainer: Kh. Shubitidze)
Männel – Malone, Majetschak, Zobel – Barylla, Simnica (81. Uhlmann), Günther-Schmidt (70. Ehlers), Collins (85. Burghardt) – Guttau (81. Bornschein), Weinhauer (70. Stefaniak)- Bär
Schiedsrichter
Franziska Wildfeuer (Starsiedel)
Zuschauer
9.868 - darunter 1.271 Gäste
Spielort
GGZ Arena, Zwickau
Stimmen zum Spiel
Rico Schmitt (Trainer FSV Zwickau): „Wir sind sehr, sehr enttäuscht. Wir waren manchmal dran an der Sensation. Man hat gesehen, Aue hat einen Drittligakader mit sehr viel Erfahrung, vielen Drittliga und Zweitligaspielen. Meine Mannschaft hat das klasse vorgetragen. Es war ein offener Fight. Was uns gefehlt hat? Effektivität, da war der Gegner klar besser. Wir hätten mehr Abschlüsse generieren müssen. Das erste Gegentor war zu billig. Der höherklassige Verein hat aus wenig viel gemacht. Aber wir gehen den Pokal wieder an. Der Glaube stirbt zuletzt!
Robin Lenk (Sportdirektor FSV Zwickau): "Das Normale ist eingetreten, wobei wir nicht chancenlos waren. Glückwunsch an Aue. Sie haben es geschafft, die Mannschaft nach dem Abstieg so zu motivieren, dass sie Lust hatten. Sie waren griffig, bissig und von der ersten Minute an konzentriert. Das 0:1 war sehr ärgerlich. Ich weiß auch nicht, warum ,Hieme‘ da rauskommt. Wenn unser Torhüter drinbleibt, passiert gar nichts. Aber kein Vorwurf, er hat auch super Paraden gezeigt. So aber laufen wir dem Rückstand hinterher. Der Sieg von Aue geht am Ende schon in Ordnung."
Luca Prasse (Spieler FSV Zwickau): "Es wäre viel mehr drin gewesen. Leider habe ich den Ball nicht richtig getroffen bei meiner ersten Chance, dann läuft das Spiel anders. Beim 0:1 bin ich vielleicht auch nicht ganz unbeteiligt. Wenn ich näher am Gegenspieler dran bin, kommt ,Hieme‘ vielleicht gar nicht raus. Es ist einfach ärgerlich. Es war eine unfassbar geile Stimmung. Jeder hat uns gepusht. Doch leider ist ihr und unser Traum nicht wahr geworden."
Marc-Philipp Zimmermann (Spieler FSV Zwickau): "Klar, hätte ich mir mein letztes Spiel anders vorgestellt. Schade, bei meinem Kopfball war ich nah dran an einem Tor. Dass ich erst in der 77. Minute eingewechselt wurde, war letztlich okay, weil man ja mit einer Verlängerung rechnen muss. Dass es dann auch schwerer wird, ist logisch. Auch wenn wir jetzt verloren haben, blicke ich auf schöne drei Jahre mit dem FSV zurück."
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