Finale, Sachsenpokal 2014/2015: FSV Zwickau vs. Chemnitzer FC 0:2

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Spielbericht

FSV Zwickau verliert nach großem Kampf das Sachsenpokalfinale gegen den Chemnitzer FC

Schade. Am Ende hat eine gute Leistung des FSV Zwickau im Sachsenpokalfinale leider nicht gereicht, um den Chemnitzer FC zu besiegen. Die Himmelblauen präsentierten sich abgezockter und gewannen mit 2:0.

Beide Mannschaften liefen im Vergleich zum letzten Punktspiel leicht verändert auf. Beim FSV stand Steven Braunsdorf für Marian Unger im Tor, zudem rückten Manuel Stiefel für den gesperrten Toni Wachsmuth und Alexander Morosow für Marc-Philipp Zimmermann in die Startelf. Bei den Himmelblauen spielte Kevin Conrad in der Abwehr für Nils Röseler, Tim Danneberg ersetzte Marco Kehl-Gomez im defensiven Mittelfeld und Reagy Ofosu kam für Markus Ziereis ins Spiel. Beide Mannschaften wirkten von Beginn an hoch konzentriert. Richtig zwingende Offensivaktionen waren erst einmal Mangelware. Der Chemnitzer Torjäger Anton Fink zieht einmal von der Strafraumgrenze ab, schießt aber weit vorbei (7.). Ein erster gefährlicher Vorstoß des FSV endet mit einem Foul von Kevin Conrad an André Luge. Den fälligen Freistoß setzt Patrick Göbel in die Mauer (15.). Irgendwie schienen beide Mannschaften das große Risiko zu scheuen, wollten keinen Fehler machen. Als sich Reagy Ofosu dann im Mittelfeld geschickt durchsetzen kann, kommt der Ball zu Frank Löning. Der ehemalige Auer fackelt nicht lange und erzielt aus spitzem Winkel per Flachschuss die 0:1 Führung für die Gäste (33.). Zwickau war nicht geschockt und hatte gleich die Chance zum Ausgleich: Oliver Genausch drängt über links in den Strafraum, scheitert aber am gut reagierenden Torhüter Philipp Pentke (34.). Mit der knappen Gästeführung ging es in die Kabinen. Chemnitz hatte die nächste gute Möglichkeit, als Anton Fink mit einem straffen Schuss Steven Braunsdorf prüft (48.). Auf der anderen Seite kommt der Ball zu Philipp Röhr, dessen Schuss abgeblockt werden kann (51.). Ein toller Konter über Röhr auf Alexander Morosow hätte den Ausgleich bedeuten können. Doch der Schuss des Zwickauers aus vollem Lauf streicht leider knapp über das Tor (55.). Zwickau war am Drücker, doch Chemnitz schlug eiskalt zu: Philip Türpitz mit einem sehenswerten Treffer Marke Tor des Monats traf zum 0:2 (63.). Der FSV gab sich noch nicht geschlagen und hätte nach einem wuchtigen Kopfball von Robert Paul nach einer Ecke den Anschlusstreffer erzielen können. Torhüter Pentke machte die große Chance jedoch reaktionsschnell zunichte (69.). Mit laufender Spielzeit viel es dem FSV immer schwerer sich gegen den konzentriert aufspielenden Drittligisten Chancen herauszuspielen. Am Ende blieb es für den FSV trotz ansprechender Leistung leider beim 0:2. Der Chemnitzer FC hat mit dem Pokalsieg den Einzug in die erste Runde des DFB Pokals erreicht.

Tore

0:1 Löning (33.), 0:2 Türpitz (63.)

Aufstellungen

FSV Zwickau: (Trainer: T. Ziegner)

Braunsdorf - P. Göbel, Mai, Paul, C. Göbel - Morosow (65. Zimmermann), Stiefel, Röhr, Frick (65. Schlicht), Luge - Genausch (73. Eggert)

Chemnitzer FC: (Trainer: K. Heine)

Pentke - Scheffel, Endres, Conrad (21. Röseler), Poggenberg - Türpitz (89. Cincotta), Stenzel, Danneberg (69. Kehl-Gomez), Ofosu - Löning, Fink

Schiedsrichter

Martin Bärmann (Leipzig)

Zuschauer

3.615 - darunter 800 Gäste

Spielort

Sportforum "Sojus 31", Zwickau

Stimmen zum Spiel

Patrick Göbel (Spieler FSV Zwickau): "Schade, wir waren auf keinen Fall chancenlos. Wenn uns das 1:1 gelingt, schaffen wir vielleicht die Überraschung. Der Unterschied ist, der CFC knipst die Dinger vorn eben rein."

Manuel Stiefel (Spieler FSV Zwickau): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Mit seinem ersten Torschuss ist Chemnitz in Führung gegangen. Wir hatten mit Oliver Genausch kurz danach eine Chance, Torhüter Pentke hat hervorragend gehalten."

Florian Eggert (Spieler FSV Zwickau): "Man hat gesehen, dass es kein großer Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft der 3. Liga und einem guten Team aus der 4. Liga war."

Torsten Ziegner (Trainer FSV Zwickau): "Es war gegen Chemnitz eine verdiente Niederlage. Uns war klar, dass wir nur an einem Tag gewinnen können, an dem wir in der Defensive wenig Fehler machen und unsere geringen Chancen konsequent nutzen. Das ist uns nicht gelungen. Für das bevorstehende Punktspiel ist noch alles offen. Derzeit ist noch nicht klar, wer angeschlagen ist. Halberstadt ist ein sehr unangenehmer Gegner. Wir müssen nach dem Pokal den Kopf erst mal wieder frei bekommen, frische Kräfte tanken, um das Bestmögliche herauszuholen."

Philipp Pentke (Torhüter Chemnitzer FC): "Naja, ich dachte schon, dass es mir meine Mitspieler ein bisschen einfacher machen. Aber egal. Ich wollte mich mit einem Titel vom CFC verabschieden, und hier ist der Pott. Ich habe mich bisher zu meiner Zukunft nicht geäußert, auch aus Respekt gegenüber dem Verein und diesem Finale. Aber ich hoffe, dass ich noch mal im neuen Stadion in Chemnitz spielen werde. Man hat schon gespürt, wenn wir mal angezogen haben, wirkte Zwickau leicht hilflos. In der ersten Halbzeit hat das aber nicht geklappt. Das 2:0 war dann gewaltig. Respekt! Der Trainer hat gesagt, bei einem Sieg können wir die Zeit bis zum Spiel am Sonnabend frei gestalten."

Anton Fink (Spieler Chemnitzer FC): "In dem Spiel hat sich viel neutralisiert. Viele Chancen haben beide Mannschaften nicht zugelassen. Von den wenigen Möglichkeiten haben wir aber zwei genutzt. Das Tor von Philip war natürlich erste Sahne."

Philip Türpitz (Spieler Chemnitzer FC): "Ich mag solche Volleyschüsse. Du kannst nur volles Risiko gehen. Entweder der Ball landet in den Wolken oder eben im Winkel. Zum Glück hat es gepasst."

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