Achtelfinale, Sachsenpokal 2011/2012: FSV Zwickau vs. 1.FC Lokomotive Leipzig 2:1
Spielbericht
FSV Zwickau ist ins Viertelfinale des Sachsenpokals eingezogen
Durch einen 2:1 Sieg über Lok Leipzig ist der FSV Zwickau ins Viertelfinale des Sachsenpokals eingezogen. Der FSV verpasste es lange Zeit für klare Verhältnisse zu sorgen. Chancen waren zur Genüge da. Am Ende erlöste Jörg Laskowski die zahlreichen rot-weißen Fans im Sportforum Sojus. Der FSV Zwickau trat im Achtelfinale des Sachsenpokals vor 2.317 Zuschauern gegen Lok Leipzig zunächst ohne nominellen Stürmer an. In vorderster Front durfte Abwehrmann Mike Baumann ran. Einen Wechsel gab es im Tor, dort spielte Denny Kallisch für Norman Wohlfeld. Bei den Gästen aus der Messestadt fehlten die Stammkräfte Ristovski, Masek und Torhüter Dolecek. Das Spiel begann wieder mit viel Zwickauer Elan. Eine Flanke von André Luge kann Routinier Boris Jovanovic vor Davy Frick entschärfen (3.). Der aufgerückte Robert Paul verpasst einen Freistoß von Torsten Ziegner nur knapp (10.). Und auch André Luge, dessen Schuss abgeblockt wird (11.) hat noch kein Glück. Kurz darauf zieht dann Luge von links unwiderstehlich in den Strafraum und wird von Jovanovic gefoult. Schiri Albert gab Freistoß und gelb für den Übeltäter. Und der Leipziger Keeper blieb im Mittelpunkt des Geschehens. Wiederum nach einem Freistoß von Ziegner bringt Paul den Ball gefährlich aufs Tor und Jovanovic kann spektakulär mit einer Hand klären (19.). Irgendwie wollte der Ball nicht ins Tor. Nachdem die Lok-Abwehr einen Freistoß aus der Gefahrenzone klären kann, kommt Davy Frick an den Ball und zieht ab. Der flache Schuss streicht haarscharf am Tor vorbei (23.). Noch vor der Pause zwei Großchancen für Mike Baumann. Beide Male scheitert er frei an Jovanovic (27., 37.), sodass es mit 0:0 in die Kabinen ging. Nach dem Pausentee hatte der FSV das Spiel weiter recht gut im Griff. Lok stand tief und tat wenig für die Offensive. Nach einer Stunde dann das überfällige 1:0. Davy Frick flankt den Ball in die Mitte, Jovanovic kommt ran, doch der Ball landet direkt vor Marco Wölfel, der überlegt einschiebt. Zwickau spielte nun die Zeit routiniert herunter, überließ den Gästen jedoch auch mehr Ballbesitz. Ein Freistoß von Thorsten Görke landete in der Mauer (63.). Doch richtige Chancen hatten die Gäste nicht. Nach 80 Minuten dann wiederum eine gute Flanke von Frick, doch der eingewechselte Jörg Laskowski schlenzt den Ball über das Tor und verpasst damit die Vorentscheidung. Auf der anderen Seite schloss Rico Engler einen schönen Spielzug der Gäste zu eigensinnig ab und vergab die Chance zum Ausgleich (84.). Doch nur eine Minute später konnten die Gäste überraschenderweise dann doch jubeln. Einen von Görke getretenen Freistoß kann der eingewechselte Senegalese Djibril N’Diaye zum 1:1 einköpfen (85.). Doch der FSV schlug sofort zurück. Die Leipziger brachten nach dem Ausgleich keine Ordnung in ihr Spiel und der FSV agierte eiskalt. Wölfel auf Laskowski und Ruck-Zuck lagen die Zwickauer mit 2:1 wieder in Führung (86.). Diesen Vorsprung gaben die Zwickauer nicht mehr her. Kurz vor Schluss kam dann noch Publikumsliebling Axel Fuchsenthaler nach langer Verletztenpause in Spiel und feierte mit diesem Kurzeinsatz sein Comeback. Durch diesen Sieg hat der FSV Zwickau das Viertelfinale des Sachsenpokals erreicht, welches am Samstag in Riesa ausgelost wird. Folgende Mannschaften sind neben dem FSV Zwickau noch im Topf: Chemnitzer FC, RB Leipzig, VFC Plauen, Budissa Bautzen, VfL Hohenstein-Ernstthal, Heidenauer SV und Stahl Riesa.
Tore
1:0 Wölfel (60.), 1:1 N'Diaye (85.), 2:1 Laskowski (86.)
Aufstellungen
FSV Zwickau: (Trainer: N. Quade)
Kallisch; Fuß, Schumann, Trehkopf (g), Paul - Frick (ab 90. Fuchsenthaler), Wölfel (ab 90. Strobel), Ziegner, Stiefel (g), Luge - Baumann (ab 57. Laskowski)
1.FC Lok Leipzig: (Trainer: M. Sadlo)
Jovanovic (g); Seipel, Bachmann, Schulz (g), Werner (g), Fraunholz (ab 57. N'Diaye), Schuster (ab 71. Brodkorb), Brumme (ab 63. Racko), Seifert (g), Görke (g), Engler
Schiedsrichter
L. Albert (Muldenhammer)
Zuschauer
2.317 – darunter 330 Gäste
Spielort
Sportforum "Sojus 31", Zwickau
Stimmen zum Spiel
Robert Paul (Spieler FSV Zwickau): "in hochverdienter Sieg für uns. In der ersten Halbzeit waren wir 80 Prozent in Ballbesitz. Nur ein Tor hat gefehlt. Wir brauchten viele Chancen. Für Marco Wölfel hat mich gefreut, dass er ein Tor geschossen hat, obwohl er heute nicht so gut drauf war. Beim Gegentor hatte ich eine kleine Aktie dran."
Nico Quade (Trainer FSV Zwickau): "Wir waren in der ersten Halbzeit zu jeder Zeit spielbestimmend, haben uns aber zu wenig Torschüsse erarbeitet und zu viel gespielt. Wir sind später verdient in Führung gegangen. Nach einem Standard erhielten wir ein vermeidbares Gegentor, doch die Mannschaft ist zurückgekommen und hat das 2:1 erzielt. Mit dem spielerischen Element bin ich zufrieden. Ich wünsche mir im Viertelfinale einen unterklassigen Gegner, um weiterzukommen. Die Mannschaft möchte ins Finale."
Mike Sadlo (Trainer 1. FC Lok Leipzig): "Das Ergebnis geht grundsätzlich in Ordnung. Wir haben Hälfte eins viel zu ängstlich agiert und wirkten zu harmlos. Die Zwickauer hatten sich Chancen erarbeitet und es gab Unordnung in unserer Hintermannschaft. Was mich sehr geärgert hat war, dass im direkten Gegenzug das 1:2 fiel. Das war ein Knackpunkt im Spiel."
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