24.10.2002 - Zwickau: Selbstbewusst nach Halle
Fußball-Oberliga: FSV will beim HFC seine Erfolgsserie fortsetzen
Am Donnerstag war vor allem das psychologische Geschick von Robby Doege gefragt. Um ohne angeknackstes Selbstvertrauen die schwere Auswärtsaufgabe beim HFC in Angriff nehmen zu können, musste der FSV-Trainer erst mal die trüben Gedanken an die acht Gegentore vom Benefizspiel gegen Wolfsburg aus den Köpfen rauskriegen. Der Tabellendritte Zwickau will seine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage natürlich gern fortsetzen. Erfreulich: Björn Düring, zweifacher Torschütze gegen Gotha, hat seine Knieprellung auskuriert und kann nach Aussage von Trainer Robby Doege wieder auflaufen. Fraglich ist dagegen der Einsatz von Torhüter Mark Mewes, der sich eine Grippe geholt hat, und Jörg Schmidt...
René Troche zog sich am Mittwoch eine Jochbeinprellung zu und fällt wahrscheinlich ebenfalls aus. Trotz dieser Ausfälle hat sich der FSV vorgenommen, die Heimreise nicht mit leeren Händen anzutreten. In der vergangenen Saison verlor Zwickau in Halle zwar mit 0:1, vor zwei Jahren gab es dafür einen 2:0-Auswärtserfolg. Ãhnlich wie die Westsachsen, gehört der Hallesche FC nicht zu den erklärten Staffelfavoriten, mischt jedoch frech im Vorderfeld mit. Nach sechs Spieltagen überraschend Spitzenreiter, sind die Saalestädter inzwischen auf Rang fünf abgerutscht, können mit einem Heimsieg am Sonnabend aber am FSV vorbeiziehen. Starke Leistungen zeigte das Team von Dirk Mankowski beim FC Sachsen Leipzig (1:1) und zu Hause gegen Plauen (1:0). Enttäuschend dagegen vorige Woche das magere 1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Pößneck. Den schwachen Auftritt will der wegen Sperren und Verletzungen personell gehandicapte HFC am Sonnabend vergessen machen. "Wir werden uns gegen Zwickau garantiert den Arsch aufreißen", kündigt Stürmer Marcel Riediger an. So leicht wie Maric, Präger und Petrov wird es die FSV-Abwehr den Hallenser Angreifern aber gewiss nicht machen.
Von Thomas Croy
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